Oder auch:  www.jn-sa.de  |  www.aktion-widerstand.de
Das afghanische Bergbau - Ministerium schafft das nicht alleine! PDF Drucken E-Mail
Veröffentlicht am 18.06.2010

Bodenschätze im Wert von rund einer Billion Dollar wurde jüngst in Afghanistan entdeckt, dies gab der Militärbefehlshaber General David Petraeus bekannt, befunden wurde es von einem US-Expertenteam.

Es handelt sich hierbei um atemberaubende Vorkommen von Eisen, Kupfer, Kobalt, Gold und Lithium. Es wird sogar schon davon gesprochen, dass Afghanistan zum Minenzentrum der Welt werden könnte. In der Provinz Logar haben sich chinesische Investoren die Abbaurechte von Kupfer gesichert. Das afghanische Bergbau-Ministerium wird geradezu belagert von internationalen Beratungsunternehmen und ein Auktionsprozess wurde „organisiert“ - von keinem Anderen als von dem US-Verteidigungsministerium, über dieses sollen ab Herbst 2010 Abbaurechte vergeben werden. Im Pentagon rechtfertigt man sich ganz lapidar folgender Maßen: „Das afghanische Bergbau-Ministerium schafft das nicht alleine“.

Nun stellt sich die Frage, warum wirklich Stabilität am Hindukusch geschaffen werden soll und vor allem wer von diesen Bodenschätzen profitiert?

Experten sehen die Vorräte als große Chance für den Frieden in Afghanistan, weil durch diese neue und zukunftssichernde Perspektiven für das Land entstehen. Voraussetzung hierfür wäre natürlich, dass die afghanische Regierung darüber die Kontrolle behält, was sich als äußerst schwierig erweisen könnte wenn bereits jetzt das Pentagon die entscheidenden Fäden zieht.

Stabilität und Frieden für die Völker von Afghanistan? War die große Terrorgefahr der Grund für den Krieg? Will man wirklich den Menschen am Hindukusch Frieden bringen? Oder enthüllt sich hier wieder nur ein Weg durch die Hintertür um sich Rohstoffquellen und eine gute geostrategische Lage zu sichern?

Wie pervers ist es dabei eigentlich von den Herrschenden der BRD, unserem Volk stets die Meinung zu suggerieren unsere Soldaten wären dort um den Frieden zu sichern. Frieden für wen, für die Menschen in Afghanistan oder für den profitablen Coup der internationalen Abbauunternehmen?

Oder aber man schützt mit der Verlautbarung über die immensen Bodenschätze die bevorstehende Offensive in Kandahar, denn diese umfasst die Lahmlegung des wichtigsten Opium-Umschlagplatzes. Die Opiumbauern brauchen schließlich eine Alternative zu ihrem Anbau von Drogen.

Ob diese und die vielen anderen Menschen in diesem durch 30 Jahre Krieg gebeutelten Land von den Bodenschätzen wirklich profitieren, kann wohl Niemand genau sagen. Außer vielleicht das Pentagon?