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Geldscheine und Wahlkampfbeeinträchtigungen! PDF Drucken E-Mail
Veröffentlicht am 25.08.2010

Spektakuläre Sicherheitsneuheit am Kabuler Flughafen:  Neuerdings sorgt eine Zählmaschine dafür, dass sämtlich Dollarnoten in Zusammenhang mit größeren Geldein- oder –ausführungen die Serialnummern der Scheine registriert. Nachdem vor gut 7 Wochen bekannt wurde, dass über 3 Milliarden Dollar in bar aus dem Land geschafft wurden soll diese Methode die Rückführung von Hilfsgeldern in schwarze Kanäle verhindern oder zumindest versuchen die Wege des Geldes nachzuvollziehen. Man darf also gespannt sein, wo die Geldscheine wieder auftauchen.

Auch aufgestellt werden in diesen Tagen nicht nur in Kabul massenhaft Wahlplakate. Die Demokratie hat offensichtlich Einzug gehalten und nun hat auch der Afghane, sofern er dies überhaupt will, die Wahl „Not gegen Elend“.  Bereits am 18. September finden in Afghanistan erneut Wahlen statt – die Sicherheitslage ist brisanter den je.  Neben den üblichen Anschlägen werden Wahlbüros, Wahlhelfer und am Wahltag wohl auch die Wähler zur Zielscheibe. Auch die über 2.5000 Kandidaten sind vielerorts verhasst, drei von ihnen wurden in den letzten Wochen von Aufständischen getötet.

Von den vorgesehenen über 6.800 Wahllokalen werden wohl nur 5.897 geöffnet. Für die Sicherheit der restlichen Lokalitäten will weder die afghanische Polizei noch die ISAF garantieren. Leider, so beklagen die westlichen Medien, kann auch ein normaler Wahlkampf nicht wirklich stattfinden. In vielen Regionen können sich die Kandidaten nirgendwo blicken lassen ohne in ein oft lebensbedrohliches Sicherheitsrisiko zu geraten. Von ähnlicher Wahlpropaganda ganz zu schweigen.

Es scheint, als seien die Afghanen wenigstens bei ihrer Einschätzung der Wahlen vielen westlichen Ländern um ein vielfaches voraus!