| Der Frühling in Afghanistan – ein Rückblick der letzten Wochen! |
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| Veröffentlicht am 05.04.2011 |
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April März Die Problematik des öffentlich-rechtlichen Fernsehens erreicht auch unsere Soldaten in Afghanistan. Trotz regelmäßiger GEZ-Zahlungen eines jeden Soldaten im Auslandseinsatz stellt die ARD – wie bereits Ende 2010 angekündigt – ihr Bundeswehrfernsehen (über Satellit) aus Kostengründen ein. Das Echo aus Medien und Politik ist enorm, die ARD bleibt hart. Auch die Aufständischen sind nicht tatenlos, wenngleich sie wohl ganz andere Probleme haben. Offenbar als Reaktion auf mehrere durch NATO-Luftangriffe getötete Zivilisten (darunter Kinder) werden über 40 Männer entführt die sich zuvor der bei Afghanischen Polizei beworben haben. Ein schwerer Sprengstoffanschlag auf eine pro-westliche Baufirma reißt 20 Menschen in den Tod und fordert über 50 Verletzte. Tage zuvor wurde bereits ein afghanisches Rekrutierungsbüro durch einen Selbstmordanschlag zerstört – fast 40 Tote. Nach wiederholten Übergriffen durch US-Truppen die gar in der „versehentlichen“ Tötung von Präsident Karzais Cousin gipfeln, fordert dieser erneut einen raschen Abzug der NATO. Kein Wunder, hat doch die NATO mit 2.777 getöteten Zivilisten in 2010 einen neuen Rekord aufgestellt. Die ersten Provinzen sollen immerhin noch in diesem Jahr den einheimischen „Sicherheitsbehörden“ übergeben werden. Wir sind gespannt wie sich die Lage dann entwickelt! Während am 28. Februar 2011 über 1.500 Menschen in Regen (Bayrischer Wald) Abschied von drei am 18. Februar in Afghanistan getöteten Bundeswehrsoldaten (wir berichteten) nehmen, hält sich ansonsten das mediale Interesse an dieser erneuten Eskalation des deutschen Einsatzes begrenzt. Stattdessen schickt die Bundeswehr nur wenige Tage später im Eiltempo 300 zusätzliche Soldaten zur Besetzung von Awacs-Aufklärungsflugzeugen nach Afghanistan um die westliche Intervention in Libyen zu entlasten. Übrigens: Die Entfernung Afghanistan - Japan beträgt etwa 6.300 km, wenngleich die atomare Katastrophe die bodenständigen Menschen Afghanistans weniger interessieren dürfte als hierzulande… |





