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Westliche Verhältnisse - Drogenhandel kaum gefährdet! PDF Drucken E-Mail
Veröffentlicht am 07.03.2010

Eine dem Sitz her deutsche Firma – die Düsseldorfer Eucolog AG – wird durch das NATO-Hauptquartier beschuldigt, umfangreich in den afghanischen Drogenhandel verstrickt zu sein. Die Firma übernimmt in Afghanistan für das dortige NATO-Hauptquartier in Kabul diverse Dienstleistungen bis hin zu Reinigungs- und Wäschereiarbeiten für die internationalen Truppen.

Die Eucolog AG ist mit ihren Tätigkeiten in Afghanistan bereits seit 2006 keine unbekannte Nummer. Im März 2006 wurden 8 ihrer Mitarbeiter verschleppt, man vermutete damals zuerst, dass auch Deutsche darunter seien. Dies bestätigte sich nicht. Vier von ihnen (Mazedonier) wurden schließlich tot aufgefunden, die vier übrigen (Afghanen) wurden freigelassen.

Brisant: Die Eucolog AG gehört zum Firmengeflecht eines albanisch-mazedonischen Familienclans. Wer bereits hier einen diversen Anfangsverdacht sieht, ist in diesem Fall auf der richtigen Spur. So gibt es unter anderem von dem, im serbisch-albanischen Konflikt eingesetzten KFOR-Verbänden, seit langen Informationen über eine umfangreiche Beteiligung des Familienclans am weltweite Drogengeschäft und der sonstigen organisierten Kriminalität.

Merkwürdig: Schon beim NATO-Einsatz im zerfallenden Jugoslawien Mitte der 90er Jahren stellten sich die Weltwächter auf die Seite von Mafiastrukturen und Drogenhändlern. Genauer unterstützten sie mit der albanischen Untergrundarmee UCK eine sich massiv aus in Westeuropa transferierten Mafiageldern mitfinanzierte Streitmacht. Dies wurde seinerzeit selbst durch den hiesigen Verfassungsschutz festgestellt.

Übrigens: Das Thema „Bekämpfung des Drogenhandels“ wurde vor Jahren als eines der großen Ziele der westlichen Invasoren in Afghanistan verkündet – was daraus geworden ist, wir berichten in den nächsten Tagen.