| Afghanistans neue Demokraten und der Drogenanbau |
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| Veröffentlicht am 10.03.2010 |
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Nachdem die afghanische Drogenproblematik nach langem wieder in die Öffentlichkeit gelang – nachfolgend, wie angekündigt eine Ausführung die belegt, dass die von den USA eingesetzte afghanische Regierung bereits ganz den Gepflogenheiten der westlichen Demokratien huldigt. Nur ganz am Rande, lediglich für die aufmerksamsten Verfolger der Thematik wahrnehmbar, drangen in jüngerer Zeit kritische Töne zu einem längst nicht mehr präsenten Problem in die Öffentlichkeit. Afghanistan und der Drogenanbau – setzte man nach vor einigen Jahren das Ziel, den seit jeher in Afghanistan stark vorhandenen Anbau von Schlafmohn (dient der Herstellung von Heroin) und Cannabisdrastisch zu vermindern bzw. völlig einzudämmen werden dort heute mehr den je Drogen angebaut und verarbeitet. Auch hier von der Zielsetzung der westlichen Staatengemeinschaft weit entfernt – stattdessen hat Afghanistan seine Monopolstellung allein für Opiate (Heroin, Opium und Morphin) deutlich ausgebaut. In Zahlen: In Afghanistan werden momentan ca. 93 % der weltweiten Opiat-Vorkommen erzeugt bzw. verarbeitet. Seit dem Eindringen der USA soll sich der Drogenanbau um ein 40-faches vermehrt haben! Hinzu kommt, dass der Cannabis Anbau in den letzten Jahren wieder um ein vielfaches zugenommen hat.
Wenn freilich wundert es, dass nach Ansicht von Afghanistanexperten sowohl der internationalen Staatengemeinschaft wie und vor allem der Regierung Karzai jeglicher Wille zur harten Bekämpfung des Drogenanbaus fehlt. Während beispielsweise die USA das Thema lieber nicht beim Namen nennen, kann man ganz offensichtlich davon ausgehen, dass die Regierung um Präsident Karzai andere Gründe zum Stilhalten bewegen. Schon seit Jahren ist bekannt, dass große Teile der amerikahörigen neuen Demokratieverkünder in politischen Diensten in Drogengeschäfte verwickelt sind. Die Summen die dabei eine Rolle spielen kann man nur erahnen. Ein russischer Kritiker wies am Rande der im Dezember letzten Jahres stattfindenden Afghanistan-Konferenz ungeachtet darauf hin, dass allein im letzten Jahr weltweit über 100.000 Menschen an afghanischem Heroin starben. Dieser Mann namens Viktor Iwanow (Direktor der russischen Drogenkontrollbehörde) argumentierte treffend: „Es ist notwendig, zu begreifen, dass unsere Landsleute, russische Bürger, zu Geiseln des afghanischen Heroins werden”. In Deutschland gab es allein in 2008 offiziellen Angaben zufolge 1.449 Drogentote…
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