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US-Außenminister: „Das Schlimmste steht uns noch bevor!“ PDF Drucken E-Mail
Veröffentlicht am 14.03.2010

Am Rande eines Kabul-Besuchs des amerikanischen Verteidigungsministers in der letzten Woche waren selten zu vernehmende, ernsthafte Töne durch diesen zu hören. Diese sind allerdings wesentlich besser geeignet, als sämtliche Berichte deutscher Zeitungen und TV- und Radiosender um die aktuelle Lage für die westlichen Okkupanten zu umschreiben.Während zum Beispiel Guido Westerwelle noch vor kurzem im Bundestag von „ein paar jungen Männern in den Reihen der Taliban, die für ein paar Dollar bereit sind, an deren Seite zu kämpfen“ schwadroniert, sagte Gates bei einem Zusammentreffen mit NATO-Vertretern, dass es zwar Fortschritte und positive Entwicklungen gebe aber auch noch viele harte Kämpfe und anstrengende Tage bevor stehen.

Gates wörtlich: „Das Schlimmste steht uns noch bevor!“ Parallel wurde auch über die geplante westliche Großoffensive im Großraum Kandahar gesprochen die neben der bereits laufenden Operation in der angeblichen Taliban-Hochburg Mardscha (größter ISAF-Vormarsch seit 2001) die Lage in Afghanistan endgültig klären soll.

Fast zeitgleich antworteten die Aufständische auf ihre Art: In einer Kommandoaktion griffen schwer bewaffnete Afghanen im Südosten des Landes, nahe der pakistanischen Grenze, Büros einer Provinzbehörde an. Es wird vermutet, dass es mehrere Tote gab. Näheres ist durch die gut wirkende Pressesperre noch nicht bekannt.