Oder auch:  www.jn-sa.de  |  www.aktion-widerstand.de
Kampagnenkritik – wir stellen uns! PDF Drucken E-Mail
Veröffentlicht am 24.03.2010

Mit dem Start unserer „Raus aus Afghanistan“ Kampagne erreichten uns erwartungsgemäß einige Reaktionen. Neben gewöhnlichen positiven und negativen Rückmeldungen, werden wir vermehrt mit dem Vorwurf konfrontiert, die Kampagne um ein Vielfaches zu spät anzusetzen bzw. zu einem Zeitpunkt zu starten, in dem der „Zug längst abgefahren ist“ wie uns Jemand schrieb.

Doch zunächst, wer technische Probleme beim Aufrufen unserer Seite hatte, diese sollten nunmehr behoben sein. Wir bitten um Entschuldigung!

Natürlich können wir uns dem Vorwurf nicht entziehen, wonach die Kampagne schon seit Jahren überfällig ist. Wieder einmal hat es das Nationale Lager als Gesamtspektrum versäumt, ein Thema aufzugreifen, welches seit langem in allen Leuten Munde ist. Hier sehen wir allerdings keinen Grund, der vielleicht von Einigen erwarteten, resignierten „Jetzt erst recht nicht“ Taktik Vorschub zu gewähren. Im Gegenteil, das Thema Afghanistan ist noch längst nicht vor seinem Abschluss. Wer den Komplex aufmerksam und (soweit als möglich) objektiv verfolgt, spürt dass die Intervention vor einem vielleicht desaströsen Wendepunkt steht. Die Opferzahlen auf allen Seiten sind in 2009 stark angestiegen. Eine deutliche Truppenerhöhung der westlichen Mächte ist in vollem Gange. Eine mit immensen Kosten verbundene und nicht enden wollende Intervention – für den Bürger nicht verständlich, zudem in Zeiten einer längst nicht überwundenen Wirtschaftskrise – was erwartet uns? Allein vor diesem Hintergrund erscheint es uns opportun, weiter die Füße still zu halten und eine neuerlich vergebene Möglichkeit bürgernaher nationaler Argumentation zu verfluchen.

Dabei verstehen wir uns – getreu unserer Verpflichtung als nationale Jungendorganisation – als Ansprechpartner für Deutschlands Jugend. Wir haben es in unserem Aufruf klar formuliert; wir haben es satt zuzusehen, wie deutsche Jugendliche für die Interessen der USA verbluten oder für ein Taschengeld als seelische Wracks zurückkehren. Wir wollen ihnen, wir wollen euch zeigen, in welchem Spiel ihr welche Rolle spielen sollt!

Doch auch darüber hinaus wollen wir präsent sein, als nationales Sprachrohr zur Afghanistan-Problematik. Wir wollen berichten, wir wollen dokumentieren und vor allem – wir wollen überzeugen. Denn dies ist nicht unser Krieg!