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Wieder Deutscher in Afghanistan getötet! PDF Drucken E-Mail
Veröffentlicht am 04.07.2010

Wie erst jetzt durch die Presseagenturen bekannt wurde, starb erneut ein Deutscher in Afghanistan. Besonderheit diesmal, der Mann aus Schleswig-Holstein trug keine ISAF-Uniform, sondern die einer amerikanischen Sicherheitsfirma. Für diese war er auftragsgemäß für die Bewachung von Objekten der amerikanischen Organisation Development Alternatives Inc. tätig. Von westlichen Organisationen erbaute Gebäude stehen wiederholt im Fadenkreuz der Aufständischen und so stürmten auch das als Büro der Hilfsorganisation fungierende Gebäude  in Kunduz mehrere Afghanen. Selbstmordattentäter sollen mehrere Explosionen gezündet bzw. auch eine wilde Schießerei verursacht haben – die Mitarbeiter flüchteten sich größtenteils auf das Dach des fünfstöckigen Gebäudes. Es gab Tote und fast 30 Verletzte. Deutsche Soldaten sollen nicht im Einsatz gewesen sein.

Über Deutsche die unabhängig des ISAF-Einsatzes in Afghanistan tätig sind ist bisher wenig bekannt. Fakt ist lediglich, dass eine gewisse Zahl an Firmen für zivile wie auch militärische Zwecke im Land sind. Als Angehörige der Besatzungsmacht stehen natürlich auch sie im Kreuzfeuer der Einheimischen.

Unterdessen war nach offizieller Meldung der Juni 2010 für die ISAF-Truppen der verlustreichste Monat seit Beginn der Intervention in 2001. Allein 99 Soldaten der Allianz kamen ums Leben, zuletzt vier Norweger und ein Brite. Damit stieg die Opferzahl im ersten Halbjahr 2010 auf 319 ausländische Soldaten, im gesamten Vorjahr waren es 520.

 

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