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Veröffentlicht am 07.10.2010 |
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In Nordafghanistan wurden bei einem Anschlag auf eine Bundeswehreinheit am Donnerstag ein Bundeswehrsoldat getötet und sechs weitere Soldaten verletzt. Den Angaben zufolge sprengte sich ein Selbstmordattentäter in die Luft. Das Attentat ereignete sich gegen 13.50 Uhr Ortszeit nördlich des Lagers des Wiederaufteams Pol-e-Khomri. Nach dem Anschlag seien sofort Rettungsmaßnahmen eingeleitet worden, sagte ein Sprecher der Bundeswehr. Den 6 Verletzten Soldaten der Bundeswehr ginge es den Umständen entsprechend.
Über diesen Anschlag informierte der Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg den Bundestag während einer Debatte über die Verbesserung der Betreuung von Bundeswehr-Soldaten im Einsatz. Anstatt die deutschen Soldaten sofort abzuziehen, bekräftigte er nochmals den weiteren Einsatz der Soldaten am Hindukusch. In der gewohnt heuchlerischer Art und Weise reagierte das Bundesparlament mit großer Betroffenheit und sprach den Angehörigen ihr tiefes Mitgefühl über den Tod des Bundeswehrsoldaten und den Verletzten aus.
Es wurde erneut verdrängt und heruntergespielt, dass eben genau diese gut bezahlten Damen und Herren unsere Soldaten in diesen Krieg geschickt haben, eine Aufstockung des Heeres in Afghanistan beschlossen haben, sowie für die Sicherheit der Bundeswehrsoldaten und somit auch für deren Tod bei möglichen Anschlägen verantwortlich sind!
Bereits seit wenigen Wochen nehmen die Verluste in Afghanistan wieder stark zu. Immer wieder werden Transportwagen an der pakistanischen Grenze überfallen und in Brand gesetzt. Die pakistanische Regierung hat seit einer Woche die Versorgungswege nach Afghanistan dicht gemacht, weil immer wieder Drohnenangriffe der USA auf mögliche Aufständische gestartet wurden und es dabei bereits mehrere zivile Opfer zu beklagen gab. Über diese Versorgungslinie werden 70 % der Nahrung, Ausrüstung und schweres Kriegsgerät für 130.000 Soldaten im Land transportiert!
Die Zahl der am Hindukusch getöteten deutschen Soldaten erhöht sich somit weiter! Die Dunkelziffer der getöteten Soldaten am Hindukusch könnte in der Zwischenzeit sich deutlich gehöht haben! Dies wird vor Allem an der Informationspolitik der NATO liegen. Denn seit Monaten veröffentlichen die NATO keinerlei Nationalitäten und Hintergründe bei Anschlägen, sondern lediglich noch die Anzahl der getöteten Soldaten.
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