| Der Krieg kommt zurück – Gefallener aus Halle! |
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| Veröffentlicht am 16.10.2010 |
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„Es ist richtig, und die letzten Monate haben das auch auf sehr schmerzliche Weise immer deutlicher werden lassen, in Afghanistan wird ein Krieg geführt, und dennoch bleibt Ihr Auftrag der Frieden. Wir wissen aber auch, dass das nur gelingen kann, wenn die Menschen in Afghanistan dies auch selbst wollen.» tönt Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Böhmer am vergangenen Montag in der Burger Clausewitz-Kaserne. Über 400 Soldaten werden hier im November nach Afghanistan verabschiedet. Die Männer und Frauen könnten sich auf die Solidarität und den Rückhalt aus der Heimat verlassen, besonders natürlich der Rückendeckung der politischen Verantwortungsträger, so Böhmer. Makaber erscheinen seine Wort wenn man bedenkt, dass er zu diesem Zeitpunkt wohl bereits davon informiert war, dass erneut ein Soldat aus Sachsen-Anhalt ums Leben kam. Wenn sich Herr Böhmer schon selbst zum Verantwortungsträger tituliert, dann wollen wir an dieser Stelle an die Familien erinnern in deren Verantwortung er und seinesgleichen wohl lebenslang stehen. Dann dürfen wir an den am 7. Oktober 2010 gerade einmal 26jährigen Oberfeldwebel Florian Pauli erinnern. Seit 2002 war der begeisterte Motoradfahrer und Sportler bei der Bundeswehr, er hatte sein ganzes Leben noch vor sich als es durch den Anschlag eines Selbstmordattentäters jäh endet. Gerade erst im April des Jahres war ein Familienvater aus Gersdorf im Bördekreis in Afghanistan getötet wurden. In kürzeste Zeit fielen zwei Männer aus Sachsen-Anhalt und Herr Böhmer wird nicht müde die seit Jahren immer gleichen Floskeln zu verkünden die am Ende doch verstummen im Tränenmeer und Trauerflor. Denn wenn das Leben plötzlich erlischt, völlig sinnlos geopfert für Ansprüche deren Durchsetzung schon längst gescheitert sind, sind all die schönen Worte passe. Wieder werden junge Frauen, Mütter, Kinder und Freunde bange Monate verbringen im Wissen um die Gefahren in die sie ihre Lieben für Monate verabschieden. Wieder kommen die meist jungen Soldaten aus unserer Heimat. Es ist also erneut nur eine Frage der Zeit, bis sich wieder Menschen die Frage nach dem „Warum?“ stellen müssen. Wie sie sich selbst dann noch auf Böhmers so umschriebene Rückendeckung aus der Heimat verlassen können, erfuhren die Angehörigen des im April 2009 in Afghanistan gefallenen Sergej Motz. Nachdem die Lebensversicherung der Bundeswehrangehörigen aufgrund einer versicherungsrelevanten Kriegsklausel nicht zahlte sprang prompt das Verteidigungsministerim mit 25.000,-Euro ein. So sieht also ihr Rückhalt aus der Heimat, ihre Solidarität, ihre politische Rückendeckung aus – ein läppischer Betrag für ein erloschenes Menschenleben. Gestorben für Nichts! |





