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Veröffentlicht am 29.05.2011 |
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Ehrlich? Wir können die Worte nicht mehr hören! Ihr konsequenzresistentes Trauern, ihr künstliches Entsetzen, ihr geheucheltes Mitgefühl - leicht wäre es für sie dem fortwährendem Sterben unserer Landsleute ein Ende zu machen und doch, außer einigen betroffenen Aussagen passiert nichts. Bundeswehr raus aus Afghanistan - für sie zählt scheinbar nicht einmal der Gedanke während unsere Jungs weiter verbluten.
Die letzten Tage zeigen das was ein Jeder der sich auch nur oberflächlich mit der Afghanistan-Intervention beschäftigt längst weiß. Es hat sich nach all den Jahren, nach all den Opfern auf allen Seiten, nach all den Diskussionen überhaupt nichts geändert. Von einer Stabilisierung oder gar dauerhaften Befriedung, von einer grundsätzlichen Akzeptanz westlicher Besatzungspolitik kann nach wie vor absolut keine Rede sein. Immer wieder verwiesen wir in der Vergangenheit darauf...
Niemand erhört uns und so passiert - während Deutschland innig einem Atomausstieg herbeisehnt - was passieren muss. Wiederholt wurden in den letzten Tagen deutsche Soldaten Opfer blutiger Anschläge afghanischer Widerstandskämpfer.
Brisant: wieder gehen die Anschläge von denen aus, die in Afghanistan, glaubt man ziemindest Ausführungen der BRD-Regierung, schon zeitnah für westliche Ordnungsverhältnisse sorgen sollen. Wiederholt trugen die Attentäter die Uniform der afghanischen Polizei, ausgebildet und mit hohen finanziellen Aufwendungen bedacht auch durch die BRD. Allein beim gezielten Sprengstoffattentag am Sonnabend kamen der oder die Ausführenden aus den Reihen der bei einer strategischen Besprechung eingesetzten Sicherheitskräfte.
Unter den Anwesenden sind der Gouverneur der nordafghanischen Provinz Tachar, Kommandeure der heimischen Armee- und Polizeikräfte sowie auch der Kommandant der ISAF in Nordafghanistan General Markus Kneip.
Als die Teilnehmer der Konferenz den Besprechungsraum verlassen explodiert der Sprengsatz, reißt sieben Menschen in den Tod. Unter ihnen zwei Deutsche; General Kneip wird schwer verwundet. Erstmals wurde ein hochrangiger Militärangehöriger bei einem Übergriff der Einheimischen verletzt - eine neue Qualität. Die Zahl der im afghanischen Kriegseinsatz getöteten Deutschen erhöht sich damit auf 50! Ein deutscher Sicherheitsexperte: " Wir können jetzt keinen afghanischem Uniformträger mehr trauen." Mit Sicherheit, denn bei einem NATO-Vergeltungsluftangriff wurden kurz darauf 14 Zivilisten, darunter zwölf Kinder und zwei Frauen getötet. Aktionen führen zumeist zu Reaktionen, in Afghanistan läuft dieses Spiel nun bereits seit über 10 Jahren.
Die Lage immer aussichtloser, die Opferzahlen immer höher - festgefahren, ausweglos und völlig sinnfrei erscheint der Einsatz und doch kommt auch im Mai 2011 scheinbar Niemand auf die Idee dem ein Ende zu machen.
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