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Frühjahrsoffensive auf afghanisch! PDF Drucken E-Mail
Veröffentlicht am 04.06.2011

Es ist beschämend und systematisch zugleich, weiterhin von Trauer zu sprechen erscheint fast schon unangemessen. Die Situation in Afghanistan eskaliert im Frühjahr 2011 scheinbar immer weiter! Weitere Deutsche wurden in den letzten Tagen Opfer afghanischer Anschläge – ein 23-jähriger Soldat starb nachdem gerade drei seiner Kameraden mit pompöser, absolut politisch instrumentalisierter Trauerfeier das letzte verlogene Geleit zugemutet wird.

Es ist Donnerstag Morgen als ein am Straßenrand deponierter Sprengsatz einen deutschen Schützenpanzer Typ „Marder“ schwer beschädigt. Drei deutsche ISAF-Soldaten werden verletzt, ein Vierter stirbt. Erneut ist es die Provinz Baghlan die zum Leichenfeld junger deutscher Männer avanciert.

Inzwischen sprechen Medien von einer Frühjahrsoffensive der Taliban. Angeblich wollen sich die Einheimischen die Provinzen Kandahar und Helmland zurückerobern. Wenn man sich einen realistischen Überblick über die Lage im Land, sowie auch die Stellung der dortigen Besatzer machen will, empfehlen wir immer wieder die besondere Brisanz solcher Aussagen und Möglichkeiten für eine schon seit Jahren totgeredete afghanische Widerstandsbewegung. Die aktuelle Offensive fordert nun weiter und weiter zahlreiche Verletzte, eine deutsche Soldatin befindet sich immer noch in kritischer gesundheitlicher Lage, und innerhalb von zehn Tagen bereits das vierte deutsche Todesopfer. Und auch die anderen Besatzernationen melden schwere Verluste, ingesamt wurde in diesem Jahr nach offiziellen Angaben bereits über 200 NATO-Soldaten getötet. Afghanistans Erde färbt sich weiter rot.