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Erinnert: 7. Juni 2003 – verlustreicher Anschlag auf Bundeswehrbus PDF Drucken E-Mail
Veröffentlicht am 21.03.2010

Einer der wohl tragischsten Anschläge auf deutsche Soldaten ereignete sich 07. Juni 2003 in der afghanischen Hauptstadt Kabul.Ein Ereignis das wohl weit zurück liegt aber damals doch für einen ersten mächtigen Aufschrei in der BRD sorgte. Sie hatten ihren Afghanistan Einsatz eigentlich schon beendet, die 33 Bundeswehrsoldaten die an diesem Frühsommertag auf dem Weg zum Flughafen Bagram ein letztes Mal die Hauptstadt Kabul durchqueren. Endlich auf dem Weg zurück in die Heimat, Einsatz beendet. Am Abend zuvor hatten sie noch mit Grillwürsten und Bier ihr Einsatzende gefeiert. Doch sollte diese Reise einen schlechten Ausgang nehmen, sind doch für die afghanischen Freiheitskämpfer Besatzer gleich Besatzer – egal ob auf Patrouillenfahrt, Ankunft oder Abreise.

 

Ein mit Sprengstoff beladenes Taxi hält neben dem ungepanzerten Bus der lediglich durch einen Jeep „Wolf“ als Begleitfahrzeug geschützt wird, eine kräftige Explosion folgt. Das Resultat ist vernichtend, 29 Verletzte und 4 Tote hat das deutsche ISAF-Kontingent zu beklagen. Die Soldaten waren – laut Angaben des damaligen Verteidigungsministers Peter Struck (SPD) – völlig ausreichend gesichert, jeder Soldat trug eine Splitterweste. Bei diesem Anschlag starben die Soldaten Andreas Beljo (28 Jahre), Carsten Kühlmorgen (32), Jörg Baasch (23) sowie der „Pass-Deutsche“ Helmi Jimeniz-Paradis (29).

Damals vor nunmehr fast 7 Jahren argumentierte ein deutscher Sprecher des ISAF-Kontingents „Wir können uns nicht dagegen schützen, dass hier und da einzelne Attentäter sich mit enormen Mengen Sprengstoff in die Luft sprengen“. Aus einzelnen Attentätern sind inzwischen Operationseinheiten geworden, Anschlagsserien und heftige Gefechte stehen im Raum. Nicht nur in Afghanistan, auch im pakistanischen Grenzgebiet flammt der Widerstand gerade seit Jahresbeginn immer wieder auf. Die Diskussionen halten an, immer und immer wieder gleich verlaufend. Mediale Erschütterung und geheuchelte Trauer nach solchen Vorfällen und das völlige Ausbleiben jeglicher Erkenntnis um die absolute Aussichtslosigkeit dieser Mission – wie lange noch?

 

 

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