Oder auch:  www.jn-sa.de  |  www.aktion-widerstand.de
Der Weg zum Schurkenstaat - Teil II - die geopolitsche Lage PDF Drucken E-Mail
Veröffentlicht am 17.04.2010

Ein kümmerliches Land, unterentwickelt und arm mit karger Vegetation. Lediglich die erst vor wenigen Jahren im Norden Afghanistans gefundenen Erdölvorkommen lassen vielleicht einen Schluss auf das weltweite Machtinteresse schließen. Aber warum steht dann Afghanistan seit Jahrhunderten im Interesse der Weltmächte? Warum haben Briten, Russen und Amerikaner immer wieder versucht die Kontrolle über diese Land – oft verlustreich – zu erlangen?

Die Lösung erschließt sich bei der Betrachtung einer Landkarte! Afghanistan als „Tor zum Nahen Osten“. Im Osten weit an den Iran grenzend, bildet Afghanistan heute den Pol zwischen:

  • aus dem Norden kommenden russischen Einflusssphären. Diese werden lediglich durch die eher unbedeutenden ehemaligen Mitglieder der Sowjetunion Turkmenistan, Usbekistan und Tadschikistan deren Gebiete direkt zwischen Russland und Afghanistan liegen geblockt.
  • zum Anderen grenzt Afghanistan (wie auch Pakistan) im Osten an China. China ist seit geraumer Zeit bemüht, seine Interessen fernab jeglicher Unterordnung gegenüber den weltbeherrschenden USA durchzusetzen. China als aufstrebende Weltmacht mit enormem Bevölkerungszuwachs ist vor allem interessiert an einem Zugang zum Nahen Osten. Da dieser geeignet genug erscheint um – neben einigen anderen Staaten beispielsweise in Südamerika – einen zukunftsträchtigen Block gegen die westlichen Weltmächte zu bilden.

Der Nahe Osten bezeichnet als „Pulverfass der Welt“ lässt sich vor allem durch den Hintergrund des palästinensisch – jüdischen Konflikts nur sehr schwer durch die westlichen Machtanspruchshaber kontrollieren. Am aktuellen Beispiel Iran (direkt angrenzend an Afghanistan) lässt sich die Lage am Besten nachvollziehen. Die Türkei, oder als aktuelles Beispiel der Irak, wurden in den letzten Jahren entweder durch politisches Geschick oder durch blutige Einmischung auf den „rechten“ Weg gebracht während in Ländern wie Saudi-Arabien, Syrien, Jordanien oder Jemen immer wieder großen Anstrengungen unternommen werden müssen um diese auf „westlichem Kurs“ zu halten. Denn all diese Länder bieten neben einer enormen Fläche ein hohes Gefahrenpotenzial in Form einer millionenfach, oftmals radikal gläubigen Bevölkerungsschicht die vor diesem Hintergrund und eine entsprechende Beeinflussung durch den Westen notfalls zum äußersten bereits ist.

Weiter und abschließend – für den objektiven Betrachter der Situation auch aussagekräftig – gilt anzumerken, dass sich diese Auswirkungen in erster Form sehr aggressiv gegen den Staat Israel, dessen Existenzrecht im Nahen Osten mehr als strittig ist, richten würden.



 

Immer auf dem neusten Stand sein: www.twitter.com /jnkampagne ;)

Wir unterstützen den 6.Antikriegstag! Wann? 04.09.2010 Wo? Dortmund