| Der Weg zum Schurkenstaat - Teil I - unbekanntes Land |
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| Veröffentlicht am 17.04.2010 |
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Hauptstadt: Kabul – die Entfernung von Kabul nach Berlin beträgt knapp 4.800 km Luftlinie Fläche: 652.090 km² (zweimal größer als die BRD) Einwohner: ca. 26,8 Mio. Bevölkerungsdichte: 35 Einwohner je km² (BRD: 231 Einwohner je km²) Bevölkerungsverteilung: 20% Stadt - 80% Land Durchschnittliche Lebenserwartung: 44 Jahre (BRD: über 76 Jahre) Analphabetenrate: 69% Sprache: Paschtu, Dari Infrastruktur: • Norden an Turkmenistan / Usbekistan / Tadschikistan Die größten Städte sind Kabul (3 Millionen Einwohner), Kandahar (320.000), Masar-e-Sharif (300.000), Herat (255.000), Kunduz (100.000) und Dschalalabad (100.000).
Afghanistans Geschichte ist überseht von Kriegen. In der Antike bis zum Mittelalter wurden zahlreiche Kämpfe mit den Persern und den Indern ausgefochten. Wobei Afghanistan meistens als Sieger hervor ging. In der Neuzeit waren es die Engländer die eine weitere Sklavenkolonie für ihren Wohlstand unterjochen wollten. Der erste englisch-afghanischer Krieg war um 1838 – 1842, zweiter englisch-afghanischer Krieg war 1878, dritter englisch-afghanischer Krieg war 1919. Alle drei Kriege hatten die Engländer mit Indischen Sklavenkriegern verloren. Am Ende 1919 wurde Afghanistan als unabhängiger Staat anerkannt. Während des Kalten Krieges ließ sich die damalige Regierung auf Sowjetische Hilfe ein. Als sie nicht mehr Herr der Lage war und von den konservativen-islamistischen geprägten Kräften immer mehr in der Defensive gedrängt wurden, ließ die Sowjetunion am 25. Dezember 1979 Truppen in Afghanistan einmarschieren. Afghanistan wurde Opfer eines „Stellvertreterkrieges“. Es gelang den Sowjets jedoch nicht, den Widerstand der verschiedenen islamischen Gruppen (Mudschaheddin) zu brechen, obwohl eine waffentechnische Überlegenheit gegeben war. Afghanistan wurde von Pakistan, Saudi-Arabien, China und den USA unterstützt. Nachdem sich die UdSSR im Februar 1989 aus Afghanistan komplett zurückgezogen hatte, dauerten die Kämpfe zwischen der von der UdSSR gestützten Regierung und den Mudschaheddin weiter an. Mit Unterstützung der Sowjetunion konnte die Regierung von Mohammed Nadschibullah überleben. Jedoch brach die UdSSR 1991 zusammen. So konnte sich Nadschibullah nicht mehr halten. Am 18. April 1992 eroberten die Truppen von den Mudschaheddin, Kabul. 1994 war die Gruppierung der Taliban stark genug, um die Stadt Kandahar von einem lokalen Kriegsherr („Warlord“) zu erobern. Anschließend dehnten sie ihren Einfluss aus, so dass sie schon 1995 Herat einnehmen konnten. Die Hauptstadt Kabul wurde am 27. September 1996 erobert. Zum selben Zeitpunkt riefen die Taliban das Islamische Emirat Afghanistan aus, welches jedoch nur von Pakistan, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten anerkannt wurde. Ende 1998 hatten die Taliban etwa 90% des Landes erobert. Die Opposition war auf einen kleinen Streifen im Nordosten zusammengeschrumpft. Bemühungen der Vereinten Nationen, zusammen mit im Ausland lebenden prominenten Afghanen und anderen Staaten, die Interessen in Afghanistan hatten, eine friedliche Lösung mit den Taliban zu finden, scheiterten. |





